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02.05.2020, 18:11 Uhr
Senioren-Union kritisiert „menschenverachtenden Zynismus“ des Tübinger OB‘s Palmer
 
Mit Empörung reagiert die Senioren-Union der CDU auf die aus ihrer Sicht „menschenverachtende Kritik“ des grünen Tübinger Oberbürgermeisters Boris Palmer an den Kontaktbeschränkungen in der Corona-Krise. Palmer hatte erklärt, „Wir retten Menschen, die in einem halben Jahre wegen Alter oder schwerer Vorerkrankungen sowieso tot wären“. 
Der Kreisvorsitzende der Senioren-Union Kreis Ludwigsburg, Karl Wißkirchen: „Das ist ein unglaublicher Zynismus eines gewählten Amtsträgers“. Palmer spalte die Gesellschaft, schüre Ängste und spreche den Älteren das Lebensrecht ab. „Das ist ethisch und menschlich inakzeptabel“, sagte Wißkirchen.

Auch wenn Palmer versuche zurückzurudern, nachdem er die Protestwelle vernommen hat, habe er sich als OB und Amtsperson disqualifiziert, so Wißkirchen weiter. Wer sich so verachtend über das Schicksal älterer, kranker Menschen äußert, zeigt sein wahres Gesicht.

Alt und Jung üben sich in den vergangenen Wochen tagtäglich und tatkräftig in Solidarität. Die Älteren wissen um die besondere Gefährdung ihrer Risikogruppe und nehmen die teils selbstverordnete Quarantäne und Isolation ernst, die Jüngeren helfen beispielhaft z.B. beim Einkaufen. Diese gelebte Solidarität zeigt in der Krise den Zusammenhalt unserer Gesellschaft und setzt im Alltag den Artikel 1 unseres Grundgesetzes um: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt. Wer dies nicht beachtet, ist seines Amtes unwürdig und untragbar geworden.

Siegfried Dannwolf
Pressereferent Senioren-Union KV Ludwigsburg

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