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15.07.2019, 20:23 Uhr
Ein Ausflug in die deutsche und bayerische Geschichte
Senioren-Union war in Weltenburg und der Kelheimer Befreiungshalle

Am Donnerstag fuhren die Mitglieder und Freunde der CDU Senioren-Union, Verband Marbach-Bottwartal, um 6:30 Uhr mit voll besetztem Bus nach Kelheim in Bayern, nicht ohne unterwegs noch das gute Busvesper zu genießen. Mit dem Schiff fuhren wir dann auf der Donau aufwärts in Richtung Kloster Weltenburg. Am Donaudurchbruch beeindruckten uns die mächtigen Felswände in welche sich die Donau vor hundertfünfzigtausend Jahren ihr Bett gegraben hat.

 

Foto: SU Marbach-Bottwartal
Im wunderschönen Biergarten von Kloster Weltenburg haben wir das gute bayrische Bier und leckeres Essen genossen. In der prächtig ausgestalteten Kirche halten die Mönche der Benediktiner noch heute ihre Gottesdienste ab. Die Weltenburger Kirche ist räumlich die kleinste Abteikirche, aber künstlerisch eine der allerbesten. Die Romantik ihrer Landschaft und die Frömmigkeit ihrer Zeit wirken zusammen, um durch Architektur, Dekoration, Farbenspiel und Lichtwirkung ein Hauptwerk des großen süddeutschen Barocks entstehen zu lassen.

Nach der Rückfahrt mit dem Schiff, wo wir vom Sonnendeck aus nochmals die schöne Natur des Donaudurchbruchs bestaunen konnten, brachte uns der Bus zur Kelheimer Befreiungshalle. Die von König Ludwig I. in Auftrag gegebene Gedenkstätte für die siegreichen Schlachten gegen Napoleon in den Befreiungskriegen 1813-1815 wurde von Friedrich Gärtner in Anlehnung an antike und christliche Zentralbauideen begonnen und 1863 von Leo von Klenze nach geänderten Plänen vollendet. Die Strebepfeiler der Außenfassade bekrönen 18 Kolossalstatuen als Allegorien der deutschen Volksstämme. Die Zahl 18 versinnbildlicht auch das Datum der Völkerschlacht bei Leipzig (18.10.1813), an dem die Truppen Napoleons von der Koalition vernichtend geschlagen wurden. Im Innenraum reichen sich 34 Siegesgöttinnen aus weißem Marmor, entworfen von Ludwig Schwanthaler, die Hände zu einem feierlichen Reigen. Sie stützen 17 vergoldete Schilder, die aus der Bronze eingeschmolzener Geschütze gefertigt sein sollen. Da die Beschaffung der großen Marmorblöcke aus Schlanders in Tirol bald Schwierigkeiten machte, konnten nur 6 Figuren aus diesem Stein geschaffen werden. Für die übrigen 28 Göttinnen wurde auf dem Wasserweg Marmor aus Carrara geholt und auf den Michelsberg transportiert.

Die Kaffeepause im Cafe Befreiungshalle stärkte uns nach den vielen neuen Eindrücken. Nach einer staufreien Rückreise und den ganzen Tag über bestem Ausflugswetter waren wir um 21:00 Uhr wieder zu Hause.

Kordula Kläger
Pressereferentin
SU Marbach-Bottwartal