Volksbegehren Artenschutz - Das Aus für Trollinger und Bodenseeapfel?
Wo Kulturlandschaften wegbrechen, bleibe in der Folge auch die Artenvielfalt auf der Strecke. Zu beobachten sei dieses Phänomen beispielsweise schon jetzt an Stellen, wo nicht mehr rentable Weinberge stillgelegt wurden. Hier seien nicht nur Pflanzen, sondern auch Insekten verschwunden, berichtete Hauk.
Die Warnung an die Unterstützer des Volksbegehrens war unmissverständlich: Die Verbrauchernachfrage nach Bioprodukten sei viel zu gering, um wie gefordert die ökologische Landwirtschaft mengenmäßig zu verdreifachen, sagte Hauk. Der Wegfall regional produzierter landwirtschaftlicher Produkte würde zu einem erhöhten Angebot an Import-Lebensmitteln aus dem Ausland führen. Aber ob Früchte aus Osteuropa und Wein aus Übersee wirklich im Sinne der Menschen seien, die für Artenschutz plädieren?
In der Diskussion zeigte sich: Die zukünftige Umwelt- und Klimapolitik erfordert von uns allen ein neues Bewusstsein und Umdenken. Bestehende Strukturen in der Land- und Forstwirtschaft gehören genauso auf den Prüfstand wie das eigene Einkaufsverhalten. Doch jede Maßnahme muss zugleich sozialverträglich sein und darf sich nicht gegen die Menschen richten, die in den jeweiligen Bereichen oft unter nicht einfachen Bedingungen ihren Lebensunterhalt verdienen. Die Senioren-Union der CDU, Kreis Ludwigsburg, plädiert für Entscheidungen mit Augenmaß und Weitblick.
Reinhild Berger
CDU Senioren-Union KV Ludwigsburg