Osterkonzert in Deggingen im Filstal
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder und Freunde der Senioren-Union,
viele von Ihnen haben noch das festliche Konzert in der „Schönsten Dorfkirche der Welt“ im oberschwäbischen Steinhausen und den Besuch der Wieskirche im Pfaffenwinkel in sehr guter Erinnerung – es waren wirkliche „Highlights“.
Ein weiterer Höhepunkt ist in diesem Jahr ein Konzert in der Wallfahrtskirche Ave Maria in Deggingen, einem Kleinod des deutschen Spätbarocks, am
Montag, 9. April 2012 (Ostermontag)
zu dem wir Sie herzlich einladen.
Die Wallfahrtskirche Ave Maria bietet den besonderen Rahmen für ein festliches Osterkonzert. In einzigartiger Weise verbinden sich, in dem herrlich im oberen Filstal gelegenen Rokokojuwel, Raum- und Orgelklang zu einer vollendeten Konzertatmosphäre. Das Trompetenensemble Stuttgart präsentiert gemeinsam mit dem Organisten KMD Thomas Haller und Uwe Arlt an den Barockpauken, Himmlische Klänge mit Trompeten, Pauken und Orgel.
Zunächst reisen wir im bequemen Spillmann-Bus über die B27 durch Stuttgart und über Esslingen in Richtung Albaufstieg. Im Frühjahr verwandeln zehntausende Kirschbäume das Gebiet um Neidlingen und Weilheim, am Fuße der Burg Teck, in ein weißes Blütenmeer. Hier liegt eines der größten Kirschenanbaugebiete Deutschlands. Mit ein bisschen Wetterglück kommen wir bereits in den Genuss der Kirschblüte.
Über die Schwäbische Alb erreichen wir in harmonischer Landschaft den kleinen Ort Berghülen im Raum Blaubeuren. In der gemütlichen Gaststube des „Gasthof zum Ochsen“ werden wir mit einem gemeinsamen, festlichen Mittagessen verwöhnt.
Nach dem Mittagessen reisen wir mit dem Bus weiter nach Schechingen auf die Ostalb. Es ist unglaublich, wie die freiwilligen Helfer von Schechingen ihren Dorfbrunnen verzaubern. In einen Osterbrunnen der Extraklasse, einen der größten und schönsten in ganz Baden-Württemberg. Etwa 20 Maler und Malerinnen bemalten nur echte, ausgeblasene Hühner-, Gänse- und Straußeneier – etwa 9800 Stück mit den verschiedensten Motiven und Themen. Aber nicht nur das Bemalen ist eine Meisterleistung, sondern seit 2002 werden jedes Ostern eine Vielzahl von Stunden für den Auf- und Abbau, die Betreuung des Brunnens und der zahlreichen Gäste erbracht. Eine Besichtigung ist mehr als lohnenswert.
Der große, weiträumige Marktplatz lädt zum ausgiebigen Betrachten ein. Im historischen Rathaus, dem ehemaligen Schloss des Grafen von Adelmann, gibt es köstliche, selbst gebackene Kuchen und Torten zu familienfreundlichen Preisen. (Am Ostermontag ist leider keine Sitzplatzreservierung möglich).
Dann geht es mit dem Bus weiter nach Deggingen zur Wallfahrtskirche Ave Maria, dem Höhepunkt des Tages.
Bitte melden Sie sich so bald wie möglich an – die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Es grüßen Sie herzlichst, Ihre
Jürgen Mutschler Karl Wißkirchen Stv. Vorsitzender, Vorsitzender
Reisebeauftragter
Informationen zur Kirche
Im Oberen Filstal in Deggingen liegt die Kirche Ave Maria, eine beliebte Wallfahrtskirche mit dem Marienbildnis im strahlenden Glanz des deutschen Spätbarocks. Gleich daneben findet man ein Kapuzinerkloster.
Die Wallfahrtskirche, die nach den Anfangsworten des biblischen Grußes des Engels Gabriel an die Gottesmutter „Ave Maria“ genannt wird, wurde in den Jahren 1716 bis 1718 erbaut.
Prunkstück von Ave Maria ist der Hochaltar, der in seiner Mitte das spätgotische Gnadenbild birgt. Schöpfer dieses Meisterwerkes sind die Degginger Bildhauer und Stuckateure Ulrich Schweizer (geb. 1674) und sein Sohn Johann Jakob Schweizer (geb. 1700). Sie erstellten auch die anderen Stuckarbeiten der Kirche. Die großen Figuren auf dem Kranzgesims zeigen Kirchenväter, deren Schriften in besonderer Weise den Preis Mariens verkünden.
1929 betraute der damalige Bischof der Diözese Rottenburg die „Rheinisch-Westfälische Kapuzinerprovinz“ mit der seelsorglichen Betreuung der damaligen „Ave-Maria-Kaplanei“ der Pfarrgemeinde Hl. Kreuz in Deggingen.
1932 errichteten die beiden ersten Kapuziner die seelsorgliche Betreuung der Kirchengemeinde Hl. Kreuz und stellten den jeweiligen Pfarrer.
Alt Ave
200 Meter oberhalb der heutigen Barockkirche steht die älteste, steingemauerte Zeugin des seit dem frühen Mittelalter bestehenden marianischen Wallfahrtsortes, die Kapelle „Alt Ave“. Um 1450 wird dieser Kapelle eine gotische Kirche angebaut, die in den Tagen der Reformation zerstört und nach dem Neubau der Barockkirche gänzlich abgebrochen wurde.