Biosphärengebiet Schwäbische Alb am 25.09.2012 - Einladung
E I N L A D U N G
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder und Freunde,
der Vorstand der CDU Senioren-Union, Stadtverband Ludwigsburg und Umgebung möchte Sie am
Dienstag, 25. September 2012
zu einer Erkundungstour auf die Schwäbische Alb einladen.
Der ehemalige Truppenübungsplatz Münsingen hat sich vom Schießplatz zum Weltnaturerbe entwickelt - es ist dort nur noch „Antreten zum Staunen“ angesagt.
Kein Muh, kein Mäh: Auf dem früheren Truppenübungsplatz herrscht himmlische Stille – wir werden ein Naturschutzgebiet mit vielen seltenen Vogelarten vorfinden.
Ein Stückchen Erde wie aus einer anderen Zeit ist auch das Dorf Gruorn. Auf den vermoderten Gräbern des alten Dorffriedhofs wachsen Enzian, Aurikel und Frauenmantel. In den Trümmern der verbliebenen alten Gebäude wuchert Gras, irgendwo in den Bäumen streiten ein paar Vögel. Nur die alte Dorfschule und die Kirche stammen aus der Vergangenheit. In Gruorn wohnt schon lange keiner mehr. 1939 enteigneten die Nationalsozialisten die Bewohner und vergrößerten den Truppenübungsplatz um das Doppelte. Nach dem Krieg kamen die Franzosen und nach ihnen die Bundeswehr. Als 2004 der letzte Schuss fiel, war das die Initialzündung für eines der spannendsten Naturschutzprojekte in Deutschland: Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Der ehemalige Truppenübungsplatz bei Münsingen ist sein Kernstück, das größte unzerschnittene Stück Natur in Baden-Württemberg. Schritt für Schritt holt sich die Natur das Militärgelände zurück. Silberdisteln sprießen aus Granatengräben, frische grüne Gräser füllen die Spuren aus, die Panzer hinterlassen haben. Ein Apfelbaum mit Durchschuss trägt stolz Jahr um Jahr seine Früchte. 29 Städte und Gemeinden gehören dem Biosphärengebiet inzwischen an.
Seit nun mehr 4 Jahren besteht das Biosphärengebiet auf der Schwäbischen Alb. Als Idee von Ministerpräsident Oettinger wurde das Projekt durch den damaligen Minister Peter Hauk umgesetzt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und Diskussionen hat sich das Biosphärengebiet nunmehr zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt, die durch das Engagement der Menschen vor Ort und die zahlreichen Unternehmer zu dem geworden ist, was es heute ist – ein touristisches Schmuckstück auf der Schwäbischen Alb. Die Schwäbische Alb gehört heute zum Hochadel der Kulturlandschaften.
Bereits 1826 schrieb der Dichter Wilhelm Hauff in seinem Roman „Lichtenstein“:
„Wer je mit reinen Sinnen ... die Schwäbische Alb bestiegen hat, dem wird die Erinnerung eines solchen Anblicks unter die lieblichsten der Erde gehören“.
Sie werden überrascht sein, wie spannend es ist, die Schwäbische Alb zu erkunden. Bitte melden Sie sich so bald wie möglich an. Wie immer bei unseren Veranstaltungen sind auch Gäste herzlich willkommen.
Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Mutschler Karl Wißkirchen
Stellv. Vorsitzender, Reisebeauftragter Vorsitzender