am Mittwoch, 08. und Donnerstag, 09. Juni 2011
E I N L A D U N G
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder, liebe Freunde,
„Grüezi mitenand“
„Klöster, Schlösser und Gärten auf der Schweizer Seite des Bodensees“
so titelt die nächste Zweitagesreise der Senioren-Union Ludwigsburg und Umgebung,
zu der wir Sie am
Mittwoch, 08. bis Donnerstag, 09. Juni 2011
herzlich einladen.
Die erste Station ist ein wichtiges und sehenswertes Schmuckstück – das heutige Napoleonmuseum Schloss Arenenberg – das schönste Schloss am Bodensee! Es liegt hoch über dem Untersee, mit wunderschöner Aussicht auf die lieblichen Ufer der benachbarten Höri und der Insel Reichenau, auf die Vulkankegel des Hegaus und den Schweizer Seerücken.
Wie ein kostbarer Juwel steht die prachtvolle Anlage, hinter mächtigen Bäumen versteckt, inmitten einer herrlichen Kulturlandschaft. Hortense de Beauharnais, Adoptivtochter und Schwägerin Napoleon I., fand auf Schloss
Arenenberg ein Refugium, in dem ihr Sohn Louis Napoléon, der spätere Kaiser Napoleon III. aufwuchs. Nach einer Führung durch die im Stil des Empire ausgestatteten Innenräume – im originalen Zustand der kaiserlichen Familie – und einem Spaziergang durch die nach Ideen von Rousseau und Fürst Pückler konzipierten Gartenanlagen, ist unser nächstes Ziel die malerisch im Thurgau gelegene „Ittinger Kartause“ – ein ehemaliges Kloster der Kartäuser mit 800-jähriger Geschichte. Die Klosterkirche, ein Juwel des Rokoko, und das Museum, in dem wir unter anderem einen Eindruck vom mittelalterlichen Klosterleben erhalten, verdienen unsere besondere
Aufmerksamkeit. Nach einer Führung im neu gestalteten Rosengarten fahren wir weiter auf die Halbinsel Höri. Sie gilt als der schönste und ursprünglichste Teil des Bodensees, der viele Künstler und Dichter anzog. Als erster kam 1904 der spätere Literaturnobelpreisträger Hermann Hesse: seine Villa wurde liebevoll renoviert und mit dem Landesdenkmalpreis geehrt. Die neuen Besitzer werden eigens für unsere Gruppe die Haustür der Hesse-Villa öffnen und uns durch ihr Domizil führen. Nach 1933 kamen vor allem Avantgarde-Künstler, deren Kunst von den Nationalsozialisten als „entartet“ abgestempelt wurde ( Otto Dix, Max Ackermann, Erich Heckel und der Fotograf Hugo Erfurth ). Wir besuchen die Villa von Otto Dix in Hemmenhofen. In Gaienhofen lernen wir das Höri-Museum kennen und besuchen auch das Bauernhaus, in dem Hesse zunächst mit seiner Familie lebte. Schließlich entdecken wir noch das anthroposophische Haus, in dem Max Ackermann die Kriegsjahre verbrachte. Die Höri ist auch etwas für Feinschmecker: die zahlreichen Landgasthöfe und Restaurants mit ihren regionalen Spezialitäten und erlesenen Bodenseeweinen machen die Höri zu einer Halbinsel zum Genießen. Unser Hotel ist der „Landgasthof Mindelsee“ in Allensbach – dort nehmen wir auch das gemeinsame Abendessen ein.
Am nächsten Tag steht St. Gallen und Appenzell auf unserem Programm. St. Gallen, der Hauptort des gleichnamigen Kantons mit sehenswertem Marktplatz, der weltberühmten imposanten barocken Kathedrale und der ehemaligen Benediktinerabtei. An dieser Stelle wurde um 612 von dem irischen Wandermönch Gallus eine Einsiedelei angelegt. Etwa 100 Jahre später war die Gründung der Benediktinerabtei. Vom 9. bis zum 11. Jahrhundert wurde diese Abtei der kulturelle Mittelpunkt nördlich der Alpen. Bei einer Stadtführung mit Rundgang in der historischen Altstadt besichtigen wir die weltberühmte Stiftsbibliothek und das Textilmuseum. Hier zeigt eine Ausstellung fünf Jahrhunderte Textilgeschichte. Die großen Designer pilgern noch immer in die Ostschweiz. Das Bild St. Gallens ist von der Textilindustrie geprägt. Bahnhof und Jugendstil-Stadtviertel mit üppig verzierten Fassaden erzählen vom Reichtum der Textilunternehmer im 19. Jahrhundert.
Lassen wir uns von dieser UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt überraschen.
Durch die Bilderbuchlandschaft des Appenzeller Landes fahren wir von St. Gallen nach Appenzell. Hier und da sind an der Strecke schöne alte Bauernhäuser aus Holz zu sehen. Das Dorf Appenzell ist mit den rund 7000 Einwohnern der Hauptort des kleinsten Schweizer Kantons. Es ist der einzige Kanton, der von einem anderen – St. Gallen – vollständig eingeschlossen wird. Die St. Galler reden vom „Kuhfladen“ auf ihrem Gebiet, während die selbstbewussten Appenzeller sich als das Goldstück im St. Galler Kuhfladen sehen. Im Dorfkern erkennen wir, wie stark die Appenzeller mit ihrer Tradition verwurzelt sind. Zwischen aufwändig bemalten Holzhäusern mit geschwungenen Giebeln stehen Steinbauten aus dem 16. Jahrhundert wie das Rathaus, das Schloss und die Pfarrkirche. Die bekanntesten typischen Appenzeller Produkte sind natürlich der Appenzeller Käse, der Appenzeller Alpenbitter und nicht zu vergessen, der Appenzeller Sennenhund.
Mitten im Dorf finden wir das Museum Appenzell. Ausgestellt sind Kirchenschätze, wunderschöne Stickereien uvm. Nach der
Stadtbesichtigung erwartet uns noch eine Führung und Besichtigung der Appenzeller Schaukäserei in Stein mit ihrem weltweit bekannten und einzigartigen gleichnamigen Käse. Wissen Sie eigentlich wie Käse gemacht wird? In der Appenzeller Schaukäserei können wir dem Käser ins Kässi schauen!
In der Hügellandschaft zwischen Bodensee und Säntis ticken die Uhren langsamer – man findet Ruhe und Erholung in ihrer ursprünglichsten Form.
Lernen Sie Appenzeller Herzlichkeit kennen und kommen Sie mit auf unsere Entdeckungsreise.
„Sönd Willkomm im Appezöllerland“
Herzliche Grüße
Jürgen Mutschler Karl Wißkirchen
Stv. Vorsitzender, Reisebeauftragter Vorsitzender